Der Hund von Baskerville





 Es war ein Hund, ein riesiger, pechschwarzer Hund
doch kein Hund, wie ihn sterbliche Augen jemals gesehen haben. 




Feuer schoss aus seinem offenen Rachen,  
aus den Augen glühte schwelende Glut
Lefzen und Nacken waren von hellen Flammen umlodert.



Kein wahnsinniger Traum eines irren Hirns konnte ein  
wilderes, entsetzlicheres, höllischeres Ungeheuer  
erzeugen als diese nachtschwarze Schöpfung mit teuflischer Fratze, 
die uns aus der Nebelwand entgegenstürzte. 





Was man auf den Fotos nicht sieht, ist Abras anfängliche Unsicherheit aufgrund des Nebels. Und wenn Frau Wachhund unsicher ist, ist alles verdächtig. Lieber einmal zuviel böse tun als einmal zuwenig. Deshalb schoss sie auch bellend und grollend einem Spaziergänger entgegen, der durch das Grau auf uns zukam. Glücklicherweise war es ein Bekannter, selbst mit Hund, der sich weder vom Weitergehen abhalten ließ noch einen Schrecken bekam.
So etwas kann ja durchaus zu einer Auseinandersetzung mit nicht ganz so nervenstarken Mitmenschen führen. Zu recht, schließlich hat mein Hund nicht einfach vorzupreschen und unschuldige Leute anzuranzen. Auch nicht aus Überforderung. Aber wie das Leben so spielt, kann man trotz aller Mühe nicht immer alles voraussehen.
Der Vergleich mit dem Monsterhund der Familie Baskerville ist deshalb gar nicht mal so abwegig.

Textauszug aus:
Doyle, Sir Arthur Conan, Der Hund von Baskerville. London (1901)


Kommentare

  1. Hihi, der Monsterhund Abra. Das klingt ja mal gut. Aber spätestens, wenn man ihr tief in die Augen blickt, ist es mit dem Monster doch schon wieder vorbei, oder?

    Wuff-Wuff dein Chris

    AntwortenLöschen
  2. Ups, ein Fauxpas...

    Ja ja, diese Wachgene. Linda hat diese Anwandlungen auch schon gezeigt und ich habe keine Ahnung, was das bei ihr auslöst. Nebel ist es schon mal nicht. Sie geht an tausend Menschen problemlos vorbei und der 1001 ist es dann und kriegt das auch lautstark mitgeteilt. Vielleicht sollte ich mitzählen...

    Aber die Nebelbilder mit Abra sind wunderbar geworden. Mach doch eine Autogrammkarte draus und verteil sie das nächste Mal. Sorgt bestimmt für gute Stimmung...

    Ganz liebe Grüße

    Andrea mit Business-Linda

    AntwortenLöschen
  3. Boah sind das schöne Fotos! Das sieht ja aus, als würde man den Nebel selbst erleben.
    Isi ist zu 99,9% Leuten nett und freundlich, aber auch bei ihr kommt es vor, dass sie jemanden nicht mag. Unsere Hundi's sind halt schlauer, als wir denken.
    Liebe Grüße Heidi mit Isi

    AntwortenLöschen
  4. Diese Unsicherheit kenne ich auch bei Chiru - dann ist Angriff die beste Verteidigung... Die Fotos sind herrlich und passen pefekt zu dem Text. Mein Favorit ist das erste Foto!
    Liebe Grüße
    Sali

    AntwortenLöschen
  5. Dein Beitrag zeigt mir, mit welcher Selbstverständlichkeit wir durch die Welt gehen. Klar, das ist Nebel, man sieht schlecht, aber er tut uns nichts. Unsere Fellnasen, also hier Abra kennt keinen Nebel, sie muss erst lernen, dass dies nichts Schlimmes bedeutet. Und so ist es bei allen Dingen, die für uns erklärbar sind. Wir können ja auch nachfragen und entscheiden, ob wir uns der fremden Sache nähern oder lieber einen großen Bogen darum machen…

    Eine tolle Idee, die Bilder mit dem Roman zu verbinden.

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke

    AntwortenLöschen
  6. Das sind wundervoll stimmungsvolle Bilder zu dem beschriebenen Ereignis !

    Liebe Grüße - Monika

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen