Der Hund als Mitarbeiter

Wo die Zeichnungen von Aram und Abra entstehen, wieso ein Hund als vollwertiger Mitarbeiter zählt und was Kunst und Hundetraining miteinander zu tun haben - das lest ihr im Interview.


Der Hund als Mitarbeiter - Liebster Award - Hundeblog

 

Hund und Kunst - der Liebste Award

Der Liebste Award ist eine Leserauszeichnung, die von Bloggern an Blogger vergeben wird. Dazu gehören eine Reihe von Fragen. Nominiert wurden wurden wir gleich zwei Mal: von der Hundetrainerin Birgit Jaklitsch von Goodfellows. Und von Clarissa vom Hundeblog Goldnasenglück. In diesem Artikel beantworte ich die Fragen der Beiden.


Birgit fragt:

Welche Ziele hast Du Dir mit deinem Blog für die kommenden zwei Jahre gesetzt?

Ich möchte euch Hundemenschen Schönes und Nützliches rund um das Thema Hund und Kunst zusammentragen. Durch meine Berufsausbildung im Bereich Grafikdesign und meiner künstlerischen Arbeit, habe ich tausend und eine Idee, wie man diese beiden Bereiche miteinander verknüpfen kann. Wie in dem DIY für Hundemenschen, in dem zeige, wie leicht man "hundemäßige" Tassen gestalten kann. Oder bei den kostenlosen Illustrationen für Hundeblogger.

Und das möchte ich natürlich auch die nächsten zwei Jahre auf dem Blog fortführen. Mit hilfreichen Anleitungen und Tutorials, manchmal aber auch einfach nur mit schönen Bildern, die den Alltag farbenfroher machen. 


Der Hund als Mitarbeiter - Liebster Award - Hundeblog
Zeichnung Hund: regenbogenbunter Dalmatiner, Aquarell, DIN A4


Welche/s Social Media/um bevorzugst Du und warum?

Besonders aktiv bin ich auf Facebook und Instagram. Pinterest zählt nicht wirklich als Social Media, oder? Das ist ja eine Suchmaschine, kein soziales Netzwerk. 

Am liebsten mag ich Facebook. Dort kommt man mit vielen verschiedenen Menschen in Kontakt, gerade die Blogger sind dort unheimlich gut vernetzt und es gibt einige echt gute, hilfreiche Gruppen. Was ich jedoch meide wie die Pest sind Hundegruppen. Da würde mich die Wut packen, wenn ich den Kram tagtäglich in meiner Timeline herumschwirren hätte. Deshalb: gefiltert nach den Dingen, die einen wirklich interessieren, ist Facebook eine tolle Sache. 

Auf der Facebookseite von Aram und Abra gibt es zu meinen Bildern die einzelnen Zwischenschritte zu sehen. Auch Blogbeiträge und Veranstaltungen teile ich darüber. Auf Instagram zeige ich mehr aus dem Privatleben und Abra kommt dort viel häufiger zu Wort. Pinterest hingegen nutze ich, um Artikel und Tutorials zu pinnen. Damit erreicht man noch einmal eine ganz andere Zielgruppe, als über die anderen beiden Kanäle.


Engagierst Du Dich ehrenamtlich? Wenn ja, worin besteht Dein Engagement und warum ist das so wichtig für Dich?

Wenn ich nicht zeichnend am Schreibtisch sitze, dann findet man mich auf dem Hundeplatz. Ich bin Hundetrainerin beim DVG (Deutscher Verband der Gebrauchshundesportvereine) und bereite unsere Vereinsmitglieder auf die Begleithundeprüfung vor. Da ich mit Abra ebenfalls Hundesport betreibe und daran viel Freude habe, ist das Training trotz all der Mühe ein toller Ausgleich zur Malerei. Hundetraining und Kunst haben einige Parallelen: es braucht Geduld, Konzentration und Beharrlichkeit, um etwas zu erreichen. Erzwingen kann man nichts. Naja, man kann es versuchen. Es wird dann halt Murks und hat auf lange Sicht keinen Wert. Da sowohl der Hund als auch das Bild dem aufmerksamen Betrachter alles petzen.

In unserem Verein bin ich aktuell Jugendwartin. Hunde und Kinder können eine ganze Menge gemeinsam lernen.

Außerdem unterstützt Aram und Abra Tierschutzvereine mit Sachspenden. Das ist zwar kein aktives Engagement, aber so kann ich mit meiner Arbeit etwas Gutes tun, auch, wenn ich selbst nicht vor Ort sein kann. Dieses Paket ging bspw. an den Tierschutzverein Offenbach e.V.. Die Tassen und Postkartensets werden beim Sommerfest während der Tombola zugunsten des Tierheims verlost.


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Postkartensets und Tassen für die Tombola vom Tierschutzverein Offenbach.



Wohin möchtest Du unbedingt einmal reisen?

Island mit Hund, das wäre was! Abra und ich würden zwar herumwackeln wie die Pinguine, weil wir zwei Frostbeulen so dick eingepackt wären, aber nach Island wollte ich immer schon.




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Hund und Frauchen - beide Frostbeulen.



Hast Du einen Lieblingsort und warum ist er das?

Ganz klar - mein Schreibtisch! ♥ Hier entstehen die Zeichnungen, hier trinke ich Tee, futtere Kekse und skizziere wild herum. Höre Musik, schaue Serien, schreibe Blogartikel, tausche mich via Social Media mit Gleichgesinnten aus - die Liste könnte ich endlos weiterführen. Übrigens ist mein Lieblingsort ein Hort des Chaos'. Gerne würde ich euch jetzt ein schickimicki interiorbloggermäßiges Foto zeigen, wie aus einem Katalog entnommen. Sorry. Gibts nicht. Stattdessen: Papierstapel, durcheinanderfliegendes Zeichenmaterial, bekritzelte Skizzenblätter und irgendwo darunter müsste sich noch ein Clicker verstecken.


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Auch diese Zeichnung entsteht auf meinem chaotischen Schreibtisch. Referenzfotos: FOCOS - Fotografie




Clarissa fragt:

Aus welchen Gründen hast du dich genau für diese Rasse entschieden? Würdest du die gleiche Entscheidung nochmal treffen?

Abra ist ein Dobermann geworden, weil ich schon immer ein Faible für die klassischen Gebrauchshunde hatte. Das scheint irgendwie in der Familie zu liegen - da wurden lange Zeit Schäferhunde gezüchtet.

Als Kind habe ich alle Hunde KO gespielt. Ich habe ihnen Tricks beigebracht, Parcoure aufgebaut und mit ihnen fangen gespielt, bis keiner von uns mehr Puste hatte. Ein Old English Bulldog oder ein Neufundländer würde mit mir also ebenso wenig glücklich werden, wie ich mit ihm.

So sehr ich Dobermänner auch liebe, so wenig kann ich leugnen, dass es eine sehr kranke Rasse ist. Sie sind prädestiniert für eine tückische Herzkrankheit namens Dilative Kardiomyopathie (kurz DCM). Auch Boxer und Deutsche Doggen sind davon betroffen. Die Dobermänner sind jedoch Spitzenreiter der traurigen Statistik. Das ist der Grund, weshalb ich mir keinen Dobi mehr anschaffen würde. Es sei denn, einer aus dem Tierschutz findet zufällig den Weg zu mir. 


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Die beste Mitarbeiterin mit Dreck auf Nase und Geschirr.



Beschäftigung: was unternimmst du mit deinem Hund? Hundesport, Dummy,...?

Wie oben schon geschrieben, trainiere ich im DVG. Abra hat die Begleithundeprüfung abgelegt, wir haben eine Weile viel Schutzdienst gemacht. Mangels guter Trainingsmöglichkeiten und aus gesundheitlichen Gründen beschränkt sich das Programm mittlerweile nur noch auf die Unterordnung und ein wenig Fährtenarbeit. Zweimal die Woche stehen wir auf dem Hundeplatz. Abra kann dazu allerlei Tricks und Späße, die in keiner Prüfungsordnung vorkommen, aber uns beiden einfach Freude machen. Wichtig ist mir aber trotz allem Training, dass sie genügend Ruhephasen hat. Wusstet ihr, dass Hunde bis zu 20 Stunden am Tag schlafen? Und dass nonstop Action krank macht? Die Hundetrainerin Sarah Both von Bothshunde erklärt das sehr schön auf ihrem Blog. An vielen Tagen passiert hier nichts, außer unspektakulären Spaziergängen, Fressen und Kuscheln.


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Schlaf ist wichtig - auch für Hunde.


Warum heißt dein Hund so, wie wie er heißt? Name vom Züchter oder individuell, vielleicht sogar mit besonderer Bedeutung?

Tatsächlich hat Abra einen hochtrabenden Züchternamen, so richtig mit "von und zu". Gerufen wird sie aber Abra, weil sie - wehe, ihr lacht!- nach einem Pokémon benannt ist. Es sollte eins der ersten 151 sein, gut rufbar und kurz. Mewtu stand ebenfalls zur Auswahl. Falls ihr genauso viel Nerd seid, wie ich, werdet ihr wissen, dass Mewtu aber ein unglückliches und deshalb böses Wesen war. Mein Hund sollte aber einen neutralen, netten Namen bekommen. Also wurde sie ein Abra.



Welche Eigenschaft macht deinen vierbeinigen Begleiter zu etwas Besonderem?

Abra ist einfach die beste Mitarbeiterin, die man sich wünschen kann! Sie ist immer gut drauf, hat eine Motivation, die für fünf reicht und Energie, von der sie mir oft etwas abgibt. Sie sorgt dafür, dass ich genügend Bewegung bekomme und nicht am Schreibtisch verkümmere. Dass das mit Zeichenkram vollgestopfte Gehirn mit frischer Luft durchgepustet wird. Beim Spaziergang oder gar beim Training nebenher die Emails am Handy checken? Geht gar nicht! Ist man nicht präsent und abgelenkt, fallen einem Dobermann nämlich eine Menge Dinge ein, die er anstellen könnte. Außerdem genieße ich die Zeit mit Hund viel zu sehr, als dass ich sie mit Arbeit "verderben" wollte.

Und sie kommt auf die lustigsten Ideen. Beispielsweise, wenn ihr Gebettel um mein Essen nicht den gewünschten Erfolg bringt. Dann grübelt sie eine Weile und düst los, um etwas zu suchen. Kurz darauf schleppt sie freudestrahlend einen Gegenstand zum Tauschen an. Ihre Kauwurzel, einen Fetzen Altpapier oder auch schonmal eine Socke aus dem Wäschekorb.  "Ey du, lass' mal tauschen! Ich habe dir einen Schatz mitgebracht, der ist doch sicher ein halbes Brötchen wert, oooder...?"

Was bei Passanten immer wieder für Lacher sorgt: wenn der Hund eure Bestellungen zur Post bringt oder mein Portemonnaie auf dem Rückweg trägt. Ihr seht: Aram und Abra heißt tatsächlich Aram und Abra.


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Mitarbeiter des Jahrhunderts - mein Hund!



Urlaub mit Hund. Ja oder Nein? Wenn ja wo, seid ihr am liebsten? Meer oder Berge, wandern oder relaxen? 

Na, ganz klar: Urlaub mit Hund. Aber sowas von! Ohne Hund würde ich mir wohl ganz furchtbar unvollständig vorkommen, das wäre  nicht erholsam. Unseren letzten Urlaub verbrachten wir an der Nordsee. So ein bisschen bekloppt sind die Hundesportler ja schon... wir waren mit Freunden verabredet, die dort in der Nähe wohnen und trainieren. Unser Urlaub bestand also größtenteils aus Training. Bis spät in die Nacht hinein, mit anschließenden Gesprächen und Videoanalysen.

So kam es, dass wir erst um drei Uhr nachts in der Ferienwohnung ankamen, die Hunde fütterten und selbst total groggy und mit knurrendem Magen, aber glücklich und zufrieden ins Bett plumpsten. Manch einer mag darüber jetzt den Kopf schütteln, aber für uns war das eine tolle, lehrreiche Woche. Mit viel neuem Input. Einen Bummel-Strandspaziergang gab es natürlich auch, aber nur Gassi, Ausschlafen und Herumsitzen - nee. Das wär nichts.  


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Abra am Strand von Sankt Peter Ording.



Liebe Birgit, liebe Clarissa
- herzlichen Dank für eure Nominierungen und die interessanten Fragen! ♥





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Liebster Award - Nominierungen

Natürlich befolge ich brav die Regeln und gebe den Award weiter an folgende Blogger:


HundeNerd: innovative Hunde-Geschirre, die so flexibel sind, wie die Hunde verschieden. Die Hauptakteurin auf dem Blog: Pudeldame Locke.

Charmandelle: ein liebevoll gestalteter Blog über Bücher und Fashion. Vor allem der erste Themenschwerpunkt hat es mir angetan. Man merkt es Michelles Rezensionen an, dass sie Bücher liebt.

Meine Handvoll Hufeisen: von einer Pferdeverrückten - für Pferdeverrückte! Mit Einblicken in die Turnierreiterei und vielen Fotos.

Julias Torten und Törtchen: wer gerade Diät macht, bitte wegschauen. Bei Julia dreht sich alles um Kuchen. Dort findet ihr nicht nur Backberichte und wirklich lecker anzusehende Fotos, sondern könnt euch die Rezepte direkt herunterladen und nachbacken.

Cavaliermädchen: ein Hundeblog über die zwei sehr verschiedenen Cavalier King Charles Spaniel-Hündinnen Hayley und Darida.

myGubacca: auf dem Hundeblog geht es um den Gos d'Atura names Gubacca. Ein außergewöhnlicher Name, eine außergewöhnliche Hunderasse und Geschichten vom Aufwachsen eines - momentan noch sehr kleinen - Hundes




Folgende Fragen stelle ich euch:


Was macht deinen Blog so besonders? Was erwartet die Leser bei dir?

Beschreibe dich mit maximal fünf Hashtags.

Stell dir vor, du hättest einen Tag lang eine Superpower - welche wäre das?

Und was würdest du damit anstellen?

Gibt es einen Blog, den du besonders gerne liest und empfehlen möchtest?

Beende folgenden Satz: Die absolute Vollkrise bekomme ich, wenn...

Welches war dein lustigstes Erlebnis, das durch das Bloggen zustande kam?

Auf welches Tool willst du als Blogger nimmer nie nicht verzichten?

Wenn du gerade mal nicht am Computer sitzt - falls das vorkommt - was tust du dann?

Wovon wird dein nächster Artikel handeln?




Ich wünsche allen Nominierten viel Spaß beim Beantworten der Fragen. Denkt ans (Rück-) Verlinken und Nominieren, damit man auch Leute erreicht, die nicht zu den Stammlesern gehören.



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Das Liebster Award-Logo.




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Kommentare

  1. Ich mag die Awards einfach, weil man immer viel über den Menschen hinter dem Blog erfährt. Es hat mir großen Spaß gemacht deine Antworten zu lesen. Ein großes Kompliment für deine tolle Arbeiten! Liebe Grüße Sali

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    1. Liebe Sali,

      vielen lieben Dank dir! :)
      Ja, durch den Award schreibt man über Themen, auf die man selbst vielleicht gar nicht gekommen wäre.

      Herzliche Grüße, auch an Gubacca,
      Mara

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