Der neue Azubi: hier kommt Wollie!

Achtung Welpe: hier kommt Wollie!

Wollie ist der neue Azubi bei Aram und Abra. Sie ist neun Wochen alt und möchte mal ein Malinois werden. Oder Dinosaurier.

Eigentlich heißt sie Vol’jin. Das ist aber ziemlich unrufbar, so wurde der Name alltagstauglich abgekürzt.

 

Wieso nicht wieder ein Dobermann?

Abra war ein Dobermann und ich liebe diese Hunderasse mehr, als jede andere. Die Dobermänner sind jedoch fürchterlich krank gezüchtet. Abra bekam mit zwei Jahren bereits die rassetypische Herzkrankheit diagnoziert. Auch im Bekanntenkreis sind zwar viele Dobermänner, leider aber kaum ein gesunder zu finden. Schnell war klar: einen weiteren Dobi wird es nicht geben.

Eigentlich hatte ich einen Hollandse Herder als Nachfolger im Auge. Aber wie das Leben so spielt: letztendlich wurde es die belgische Version vom holländischen Schäferhund – der Mechelse Herder. Besser bekannt als Malinois.

Ich bin ehrlich: schön finde ich weder die Holländer, noch die Belgier. Nach Abras Krankenakte und ihrem viel, viel zu frühen Tod ist mir das Aussehen aber sowas von wurscht, dass es kein Kriterium bei der Auswahl des Hundes war. Eine robuste Gesundheit und das Wesen sind das Wichtigste, Rest (beinahe) egal.

 

Wie ist Wollie so drauf?

Gut isse drauf! Tim machte schon Witze, dass Abra im Himmel als für zu nervig befunden und wieder auf die Erde zurückgeschickt wurde. Wiedergeboren als Mali-Welpe.

Wollie hat jetzt schon zu allem eine Meinung. Kann die Klappe nicht halten. Rennen und In-Dinge-Beißen sind ihre liebsten Hobbies. Sie hampelt, tobt, motzt, frisst wie ein Scheunendrescher, kuschelt, kaspert und ist neugierig ohne Ende. Wie Klein-Abra muss man sie daran erinnern, dass Schlaf lebensnotwendig ist und manches Mal auf dem Schoß zwangskuscheln, bis ihr auffällt, dass sie eigentlich müde ist.

Typisch Welpe hat sie den Kopf voller Unfug. Und zwar mit Ehrgeiz! Ihr letztes ambitioniertes Vorhaben: in die Couch beißen und versuchen, die wegzuschleppen. Klappte leider nicht, so n Ärger.

Klar ist jedoch: sie ist kein Ersatz und keine Kopie von Abra. Sondern ein eigenständiger Hund. Wie sie sich entwickelt? Wir werden sehen!

 

Was sagt Anubis zu Welpe Wollie?

Hundewelpen findet Anubis kacke. Die hopsen unkontrolliert durch die Gegend und halten sich nicht an seine, mit schäferhundiger Pingeligkeit, aufgestellten Regeln. Manchmal wuseln sie sogar um Tim herum und – man glaubt es nicht! – springen ihn an. Rotzgören, die!

Um ihn nicht völlig zu überrumpeln, kam er mit zum Züchter. Ein bisschen gespannt waren wir ja schon auf seine Reaktion. Und was war, als er seine “kleine Schwester” entdeckte? Nichts. Er hat ganz vorsichtig geschnuppert, ihr in beide Ohren geguckt und gut war. Von da an wurde sie ignoriert. Feiner Junge!

Mittlerweile hat er ihr schon einige Male einen Anranzer verpasst. Wenn sie ihm zu aufgeregt war oder ihm mit den spitzen Zähnchen im Bart hing. Aber wenn sie still hält, mag er sie sogar ein bisschen gerne und putzt sie.

 

Spaziergang mit Welpe

Stephie von The Pell-Mell Pack fragte uns in ihrem letzten Artikel nach unserer Gassiroute.
Ähja.
Nun.
Spazieren gehen mit einem Welpen ist eher spazieren stehen. Und gucken.

Zu Beginn waren es circa 20 kurze Besuche im Garten pro Tag, zwecks Stubenreinheit. So ein Welpe ist ja mehr Durchlauferhitzer als Hund.

Als Wollie sich an ihre neue Umgebung gewöhnt hatte und Alltagstrott einkehrte, kam etwas Abwechselung hinzu. Das Wort Spaziergang wäre aber immer noch sehr hoch gegriffen.

Wir bummeln die Straße entlang. Gucken Autos und Menschen. Und Busse. “Boah – Busse! Groß und laut!”, staunte Wollie. Bekanntschaft mit Nachbarn und Kindern hat sie gemacht und immer wieder: viel stehenbleiben und beobachten.

Eine unserer Teilnehmerinnen am Hundeplatz wettete, dass ich direkt am Ankunftstag mit dem Clickertraining beginnen würde. Das ist natürlich Blödsinn. Training gibt es früh genug. Der ganz normale Alltag ist für einen Welpen schon aufregend, das reicht.

Raising a Malinois is like a walk in the park – Jurassic Park. So isses. Wie schon bei Abra ist die Zeit bis zur Beißhemmung geprägt von blutigen Macken in Armen und Beinen und kaputtgebissenen Klamotten. Hachja. Welpen. Ein Träumchen! Wenn sie nicht so niedlich wären und man sie nicht so lieb hätte… 😉

Wollie ist der dritte Welpe, den ich großziehe. Der erste war ein Findelkind aus Griechenland, das ich in Pflege hatte, bis eine Familie gefunden war und die Kleine fit genug war für einen neuerlichen Umzug. Die kleine Griechin war übrigens nicht in Energydrink gefallen nach der Geburt, wie man es bei Abra und Wollie denken könnte. Die war einfach nur flauschig und lieb.

Der Tipp schlechthin für Welpenbesitzer: in Klamotten schlafen! Wenn dem Knirps einfällt, dass er pullern muss, dann hat man noch etwa 3,64 Sekunden, um vor die Türe zu kommen. Muss man sich erst noch anziehen hat man die Wahl: Pipipfütze aufm Teppich – oder in T-Shirt und Schlüppi nach draußen. 😀

Wie war die Welpenzeit mit euren Hunden? Waren sie eher ruhige Gesellen, oder aufgedreht und wuselig?

17 thoughts on “Der neue Azubi: hier kommt Wollie!”

  1. Hach… ich bin ja in dieses Gesichtchen total verliebt. So ein süßer Fratz. Aber natürlich… Welpen sind kleine Racker und testen alles aus. Übrigens… können Welpen auch ruhig sein? Shiva ist mein dritter Hund von Welpe an und alle drei waren regelrechte Wirbelwinde und das hat sich niemals geändert. Jenny war zwar manchmal verträumt, aber sie konnte aufdrehen ohne Ende. Rocky war eh ein Duracell-Hündchen und Shiva kennt Stillstand nur dadurch, dass ich ihr sage, dass jetzt Schlafen angesagt ist…

    Ich wünsche dir viel Freude mit Wolli und hoffe, dass sie dein Leben so richtig durchwirbelt. Du wirst merken, Abra hatte da kräftig die Pfoten im Spiel. Immer wieder spiegelt etwas von ihr durch und du merkst, dass sie dir grade in den Momenten, wenn dich dein kleiner Filou in den Wahnsinn treibt, als kleines Engelchen und Teufelchen je auf einer Schulter sitzt und grinst.

    Flauschige Grüße
    Sandra & Shiva

  2. Pingback: Welpen und Hundesport - wie viel Training ist sinnvoll?

  3. Glückwunsch! So ein süßer kleiner Wollie ♥ Der Malinois ist, wie der Dobermann, eine sehr anspruchsvolle Rasse. Bin schon gespannt, wie der kleine Troll sich entwickelt.

  4. Liebe Mara,

    die Natur hat es schon gut eingerichtet als sie die Welpen so niedlich machte … und selbst Junghunde noch manchmal dieses Knutschgesicht machen können 🙂 Ich bin sicher, Du wirst in den nächsten Wochen gut beschäftigt sein – genieße die zeit, die Schrammen an den Händen, die dauerhaften Verscuhe den zwerg zum Schlafen zu überreden, die Couch-Umsetzungsversuche … die Zeit geht so schnell vorbei und der niedliche Welpe ist ein halbstarkes Monster (lebt gerade hier) – das man gelegentlich mal auf den Mons schießen könnte – wenn man es nicht so lieb hätte.

    Ich freue mich schon sehr darauf, zu sehen und zu lesen, wie sich Wollie etnwickelt – und daran erinnert zu werden, was wir schon hinter uns haben 😉

    Liebe Grüße,
    Isabella mit Cara und Shadow

  5. Herzlichen Glückwunsch zum Neuzugang! Bei uns ist auch vor genau 5 Wochen ein kleines Ungeheuer eingezogen. Das meiste bekommt bei uns aber der Große ab, denn Freya hat schnell gemerkt, dass sie da um einiges fester rein beißen kann, als bei uns Menschen. Gerade steht sie auf ihm und dehnt ihm die Ohren…
    Mit Hose zu schlafen hat sie mich auch in der ersten Nacht gelehrt. Aber trotzdem macht es keinen Spaß bei -15 Grad draußen zu stehen und darauf zu warten, dass die Dame, die gerade noch soooo dringend musste, endlich pinkeln geht. Eigentlich hatten wir nach Odin gesagt, wir holen uns nie wieder einen Welpen im Winter, aber tja, lief irgendwie doch anders.
    Euch noch viel Freude gemeinsam.
    Liebe Grüße,
    Julia mit Odin und Freya

  6. Herzlichen Glückwunsch! Wir wünschen euch ein tolles und langes gemeinsames Leben. Bei uns zieht demnächst auch ein Zweithund ein. Noch ist der Kleine bei seiner Mutter. Wenn Du mal am Verzweifeln bist, denk dran, die Welpenzeit geht viel zu schnell vorbei. Ich wünschte, es würden mehr Menschen so vernünftig sein und auf ihre bevorzugte Hunderasse und verzichten, wenn bekannt ist, dass die Lebenserwartung oder die Lebensqualität des Hundes eingeschränkt sein werden. Ein so früher Abschied von seinem Hund (wie du und viele Andere, ich auch mehrfach, ihn erfahren müsstet) ist ein schrecklicher Verlust, den man nur schwer verwinden kann. Oftmals macht man sich Vorwürfe, ist unsicher, ob die Entscheidung richtig war. Um all diesem Kummer zu umgehen, lohnt es sich wirklich Abstriche am Erscheinungsbild zu machen. Also, habt viel Spaß und dir gute Nerven.
    Emma und Alexandra

    1. Hey ihr Zwei,
      du hast recht: leicht fiel es nicht. Und wann immer ich einen Dobermann sehe, ist die erste Reaktion: “Oh, was haben diese Leute Glück, so einen tollen Hund zu haben!” Aber die Vernunft ist stärker, die Statistiken der erkrankten Hunde zu präsent.
      Was für einer wird denn euer Neuzugang?
      Möge die Wartezeit schnell vergehen! 😉

  7. Ich freu mich für Dich, Mara.
    …und der Vergleich mit Jurassic Park ist sicher sehr treffend bei der kleinen Rübe 😂.
    Respekt, dass Du Dich von “deiner” Rasse losgesagt hast auch. Es ist wohl das traurigste Kapitel das die Rassehundezucht je zu verbuchen haben wird.
    Hab viel Freude an der verrückten Nudel…Abra freut sich von oben mit 🌈.
    LG Danni

    1. Danke dir – mir blutet immer das Herz, wenn ich bei Freunden mitbekomme, wie die Krankheit der Hunde immer weiter voranschreitet. Dann weiß ich, wieso ich auf den Dobermann verzichte.
      Der kleine Raptor ist ein cleveres Mädchen und wird schnell lernen, wann Jurassic Park angesagt ist und wann nicht. 🙂

      Liebe Grüße, auch an den Iren und den Schotten!

  8. Liebe Mara,

    ich freue mich so sehr, dass Du Deinen Wunschhund gefunden hast und ich wünsche Dir alles erdenklich Gute mit Wollie…
    Und Welpen snd natürlich immer Zucker.

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke

    1. Liebe Sabine,
      so ist es! Egal, wie viel Blödsinn sie sich einfallen lassen – man mag sie trotzdem.
      Wie schon bei Abra muss ich auch bei Wollie manchmal an Socke, die distinguierte Queen Mum, denken. Sooo verschieden können Hunde sein.
      Grüß die Queen schön!

  9. Herzlichen Glückwunsch zu dem süßen Fratz! Eine gaaanz hübsche habt ihr euch ausgesucht. Mir gefallen ja Herder sehr gut.
    Ihr Züchter ist wohl World of Warcraft- Fan? Vol’jin ist doch so n Troll, wenn ich mich nicht täusche…

    1. Haha, auf den Namen kam Tim und ich fand den gut. Habe zwar nie ausgiebig gespielt, aber wenn, dann waren die Trolle mir die liebsten.
      Wollie heißt deshalb auch manchmal einfach “der Troll”. 😀

  10. Oh ja die Welpenzeit. Wir haben auch einen Mali, jetzt 8 Monate alt. Die Welpenzeit war toll, jetzt haben wir die stressige Phase erreicht. Gismo musste in der Nacht nie raus, hat nach 2 Tagen gelernt zu melden wenn er muss, Gassi gehen war zwar blöd, weil er nicht von zu Hause weg wollte, aber das hat sich eingepegelt.
    Doch leider haben wir grade weil er so umgänglich und niedlich war und dann vor 2,5 Monaten einen Beinbruch mit Operation, 2 Monaten Leinenzwang und co. hatte viel vernachlässigt bzw. durchgehen lassen und müssen das jetzt ausmerzen. Obwohl…nein…nicht wir….nur ich, denn Herrchen ist der Tolle der nur spielt und Frauchen die böse die trainiert und vorallem erzieht…naja einer muss es ja sein.
    Alles in allem vermisse ich die Babyzeit😭 auch weil wir bei Tao unserem Zweit(Erst)Hund diese nicht hatten.
    LG und genießt die Zeit

    1. Eieiei, da hat der arme Kerl aber schon eine Menge durchgemacht – und ihr sicherlich auch. Kann er denn mittlerweile wieder laufen?
      Jetzt gerade, mit Schlafmangel und zerschrammten Händen, freue ich mich auf die Teeniezeit. Aber vor allem: dass wieder ein Hund da ist!
      Liebe Grüße und gute Besserung an Gismo.

      1. Leider hatte er nicht so ein glückliches Jahresende 2017, ist am 31.12 passiert und auch nicht so einen tollen Start 2018. Es war alles sehr schwer für ihn, er hätte tatsächlicherweise
        fast sein Bein verloren, dank eines zu festem Gips und und und, alles sehr bescheiden gelaufen. Aber mittlerweile haben wir wieder das Okay und er darf sich wieder frei bewegen.
        Jetzt heißt es natürlich aufarbeiten.
        Ich wünsche euch eine ruhige Teeniezeit.
        Liebe Grüße

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